(4) Kakao als Zahlungsmittel
Kakao galt bei den Azteken nicht nur als hochgeschätztes Getränk, sondern wurde auch als Zahlungsmittel verwendet. Selbst nach der Unterwerfung der Azteken blieb Kakao noch einige Jahrhunderte weiter Zahlungsmittel in Mittelamerika. Einige Spanische Eroberer wie Zum Beispiel Cortéz besaßen nach der Eroberung Kakaoplantagen, jedoch nicht um aus den Kakao das Getränk der Azteken zu machen, welches den
Spaniern überhaupt nicht schmeckte, sondern nur um mit dem Kakao zu bezahlen zu können, z.B. ihre Lastträger.
Hier eine Preisliste aus dem Jahr 1545, also nach der Eroberung des Aztekenreichs:
- Ein Truthahn ist 200 Kakaobohnen wert
- Ein Hase oder ein Waldkaninchen ist 100 Kakaobohnen wert
- Ein Sklave war ebenfalls 100 Kakaobohnen wert
- Ein in Maishülsen Gewickelter Fisch ist 3 Kakaobohnen wert
- Eine Tomate und eine Avocado haben den Wert von jeweils einer Kakobohne
Kakao war sogar wertvoller als Gold, das als Schmuck und nicht als Zahlungsmittel Verwendung fand.
In Montezuma II. Schatzkammer befanden sich 2,5 Millionen Pfund Kakao, was etwa 1 Milliarden Kakaobohnen entsprach, also ein für die damalige Zeit gigantischer Reichtum. Es gab sogar „Geldfälscher“ die Kakaobohnen in Wasser
aufquellen ließen oder ihnen Künstlicherweise die Farben der edelsten Sorten verliehen.
Vielen Dank an Ingo Steckhan der uns diesen Text zur Verfügung gestellt hat.
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