Mango
Mangifera indica


 
Familie: 
Anacardiaceae
Sumachgewächse

weitere Namen:
mango (en/es), mangue (fr), manga (pt)

  Pflegefaktor: Schwer
Standort: Sonnig
Bevorzugte Vermehrung: Samen
Fruchtansatz: nicht zu erwarten
Auspflanzen möglich bis: USDA Zone 11a (4,3°C)

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Anbaugebiete:

Die heute in den gesamten Tropen gerne angebaute Mango stammt ursprünglich aus dem indischen Raum.

Mango - Mangifera indica

An den Enden der Äste entwickeln sich die Früchte (Teneriffa)

Wuchs:

In den Tropen wächst die Mango zu einem großen Baum mit bis zu 40m Höhe. Die Blätter sind wechselständig, bis 5cm breit und bis zu 30cm lang. Die Blätter werden im Winter nicht abgeworfen. Junge Blätter sind rötlich gefärbt und relativ weich, später werden sie grün und ledrig. Zerreist man ein Blatt, riecht es nach Terpentin. Das frisch ausgetriebene Laub ist meist rötlich gefärbt und wirkt wie welk.
Die Blüten entstehen an den Enden der Äste. Es handelt sich um große Blütenrispen mit einer sehr hohen Zahl an einzelnen Blüten. Diese Einzelblüten sind nur wenige Millimeter groß und gelb-rosa gefärbt. Blüten werden bei uns nur sehr selten gebildet, Folge dessen werden auch keine Früchte entstehen. Der Mangobaum stellt aber eine attraktive Blattpflanze dar.

Standort:

Sommer Den Mangobaum hält man bei uns am besten das ganze Jahr in einem Glashaus. Dort bekommt er einen sonnigen Platz. Eventuell kann man ihn im Sommer auch ins Freie an einen geschützten und warmen Ort stellen.
Winter Im Winter sagen ihm Temperaturen von über 15°C zu. Man sollte den Mangobaum nicht einfach im Glashaus auspflanzen, da er ein sehr umfangreiches Wurzelsystem bildet. Dieses wird bald quer durch das ganze Glashaus gehen und dabei kann es zur Unterdrückung anderer Pflanzen kommen. Am Besten setzen Sie ihn in ein genügend großes Gefäß, dann können sich die Wurzeln nicht unkontrolliert ausbreiten.

Mango - Mangifera indica

Die Blüten sind in großen Blütenrispen angeordnet. Im vergrößerten Abschnitt sind bereits befruchtete Blüten erkennbar. (Hamburg)

Anzucht / Vermehrung:

Zur Anzucht eignen sich die Kerne von im Supermarkt gekauften, reifen Früchten. Der haarige Kern wird vom Fruchtfleisch befreit und kann dann theoretisch eingepflanzt werden. Meist keimen sie aber selten, da sie unreif geerntet wurden und zu schwach sind, die Schale zu spalten. Mit einem kleinen Trick kann man nachhelfen. Indem man die Schale des Samens mit Hilfe eines Messers aufspaltet und den darin befindlichen Samenkern herausnimmt. Das Aufspalten erledigt man am besten durch Eindringen von wenigen Millimetern mit dem Messer und anschließendem Drehen des Messers. VORSICHT verletzen Sie sich nicht! Schließlich kann man mit dem Finger eindringen und die Schale ganz öffnen. Mitunter werden Sie mehrere Versuche benötigen, um einen unbeschadeten Keimling aus der Schale zu holen. Dieser wird anschließend bis zur Hälfte in lockere Erde gesteckt. Das Ganze wird dann bei ca. 20 bis 25°C in den Schatten gestellt. Durch das Verwenden eines Minigewächshauses oder das Überstülpen eines Plastikbeutels wird bis zum Erscheinen der ersten Blätter die Luftfeuchtigkeit hoch gehalten. Die ersten Blätter erscheinen nach 3 bis 4 Wochen und sind rötlich gefärbt, relativ weich und hängen etwas nach unten. Vorsichtig kann die Pflanze langsam an die volle Sonne gewöhnt werden.

 


Expertentipp von Andreas Küper

Hallo Mangofreunde,
mir ist so ganz spontan die Idee gekommen, eine Mangoanzuchtanleitung zu basteln. Ich selbst habe es immer als besonders schwierig empfunden, den Samen aus der harten Hülle zu befreien. Es stellte sich auch immer die Frage: Muss ich den Samen nun aus dem Kern befreien oder pflanze ich den ganzen (harten) Kern ein?
Meine Experimente haben gezeigt, dass die Herauslösung die sicherste Methode zur Gewinnung einer Mangopflanze ist, jedoch auch etwas „figgeliensch“ ist. („figgeliensch“ = Plattdeutsch für „schwierig“) Der Samen ist schnell verletzt und auch die Finger befinden sich in akuter Gefahr, wenn die scharfe Klinge des Messers zum Hebeln benutzt wird und in der anderen Hand der glitschige Kern festgehalten werden soll!

Deshalb habe ich für euch eine Schritt-für-Schritt Anleitung entwickelt.
 
1.
Der Schnitt durch die Mango erfolgt längs des Kerns. Mangos besitzen eine kleine erhabene Stelle. Dieser „Gnubbel“ muss oben liegen. Schneidet jeweils links und rechts des Samens (siehe Foto) die Mango in drei Abschnitte. In der Mitte befindet sich der harte Samenkern wie abgebildet (nach Entfernung des Fruchtfleisches) 
  
2.
Eine vorherige Trocknung des Kerns minimiert die Verletzungsgefahr beim nachfolgenden Schritt. Der Mangokern besitzt ein rundes und eine spitzes/weiches Ende. Mit der Messerspitze könnt ihr in das spitze Ende eindringen und mit leicht hebelnden Bewegungen den Kern vorsichtig öffnen.
  
3.
Führt das Messer langsam nach unten. BITTE VORSICHTIG! Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass etliche Tropenpflanzenfreunde die Notaufnahmen der Krankenhäuser füllen!
4.
Ab jetzt wird’s ungefährlich. Spaltet mit den Fingern den Kern so wie abgebildet weiter.
5.
Jetzt löst ihr den eigentlichen Samen aus der harten Hülle. Das kleine faserige Stück (Nabelschnur?) könnt ihr vorsichtig entfernen.
6.
Die papierartige Haut ist ebenfalls zu entfernen.
7.
So, so sieht der befreite Samen dann aus. Und der glückliche (weil unverletzte) Mangofreund......(die Mango war übrigens sehr lecker......)

Den abgebildeten Samen habe ich in Anzuchterde gepflanzt (3cm tief ). Den Samen möglichst flach (liegend) pflanzen, dann hat der Keimling einen leichteren Start! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Anzuchterde nicht so leicht schimmelt und sehr feinkrümelig ist und einen guten Wasserabzug gewährleistet.

Updates und Diskussion, hier im Forum

Viele Grüße
Andreas


Vielen herzlichen Dank an Andreas, für deine tolle Anleitung und die Fotos.


 



Substrat:

Bewährt hat sich eine Mischung aus Komposterde, Sand, Lehm und Torf. Diese lockere, aber nährstoffreiche Komposition sorgt für gutes und gesundes Wachstum.

Gießen:

Besonders bei jungen Pflanzen müssen Sie auf gleichmäßige Feuchtigkeit im Erdreich sorgen. Staunässe sagt der Mango aber ebenso nicht zu. Nach einigen Jahren werden die Pflanzen dann soweit abgehärtet, dass sie kurze Trockenperioden überdauern können.

Düngen:

Im Winter wird die Mango nicht gedüngt, da sie das Wachstum während dieser Zeit einstellt. In der Wachstumsphase kann dann alle 1-2 Wochen gedüngt werden. Bevorzugt sollte man organischen Dünger verwenden.

Mango - Mangifera indica

Der Mangobaum trägt längliche Blätter, welche im Winter nicht abgeworfen werden.



Fruchtbildung / Ernte:

Die Früchte variieren in Form und Färbung. Sie sind kugelig, oval bis nierenförmig bei einer Größe von 8-20cm. Die Färbung ist von grün, gelb, orange bis rot. Je nach Sorte ist das Fruchtfleisch mehr oder weniger von Fasern durchzogen und kann auch stark mit Terpenen angereichert sein.

Mango - Mangifera indica

Die Früchte des Mangobaums können je nach Art sehr unterschiedlich aussehen. Auch der Geschmack variiert.

Fruchtnutzung:

An Vitaminen enthält die Mango vor allem Vitamin A und C. Wegen ihres frischen und wohlschmeckenden Aromas zählt die Mango zu einer der beliebtesten Tropenfrüchte. Verwendung findet sie als Frischobst, Marmeladen, Konservenobst oder für Säfte. Ein Gift, das Inhaltsstoff der Fruchtschale, Blätter und Blüten ist, kann bei manchen Personen allergische Reaktionen hervorrufen.

Mango - Mangifera indica

Der Kern von bei uns angebotene Mangos eignet sich gut für die Anzucht.


Schädlinge:

Trauermücke

weiter Schädlinge


Gefahrenhinweis:

Die Blätter, Fruchtschale und die Blüten enthalten ein Gift, das bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Gattungsinfo:

Die Gattung umfasst in etwa 300 Arten, wobei nur M. indica eine wichtige kommerzielle Rolle spielt.
 
Mangifera indica
Von der Mango existieren zahlreiche Sorten, die sich in Größe, Farbe, Form, Geschmack, Faser- und Terpengehalt unterscheiden.
Mangifera caesia
Binjai oder auch horse mango genannt. Verwendung als Obst und für Säfte.
Mangifera kemanga
Verwendung: Frischobst, Saft, junge Blätter als Gemüse
Mangifera foetida
Verwendung: Soßen
Mangifera payang
Verwendung: Soßen



Text: Dominik Wieder

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