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Kapstachelbeere
Andenbeere
Physalis peruviana


 
Familie: 
Solanaceae
Nachtschattengewächse

weitere Namen:
cape gooseberry (en), peruvian ground cherry (en), physialis (fr), uchuva (es), uvilla (es)

  Pflegefaktor: Leicht
Standort: Sonnig
Bevorzugte Vermehrung: Samen
Fruchtansatz: sehr wahrscheinlich
Auspflanzen möglich bis: USDA Zone 9a (-6,6°C)

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Anbaugebiete:

Im großen Rahmen wird sie heute in Südafrika angebaut. Auch in vielen anderen tropischen und subtropischen Ländern wird sie kultiviert. Die ursprüngliche Heimat liegt aber in den Anden Südamerikas.

Wuchs:

Es handelt sich um einen 1 bis 1,5m hohen Strauch, der ein- bis mehrjährig ist. Das Aussehen weist keine Ähnlichkeit mit der europäischen Stachelbeere auf. Der Strauch besitzt auch keine Stacheln. Die Blätter sind wechselständig, leicht behaart, herzförmig zugespitzt, 5 bis 14cm lang und ca. 10cm breit. Die Blüten erscheinen in den Blattachseln und an den Triebspitzen. Sie sind gelb mit kleinen schwarzen Punkten in der Nähe der Staubgefäße und können mit eigenem Blütenstaub befruchtet werden.

Kapstachelbeere - Physalis peruviana

Im Sommer bringt die Kapstachelbeere mediterranes Flair auf die Terrasse.
Kapstachelbeere - Physalis peruviana

Blüte und Knospe am behaarten Stengel.

Standort:

Sommer An einem möglichst sonnigen Platz auf der Terrasse oder im Garten ist es der Kapstachelbeere am liebsten. Achten Sie auf Windschutz, da die krautigen Äste leicht geknickt werden.
Winter Wird die Kapstachelbeere mehrjährig kultiviert, braucht sie im Winter einen hellen aber kühlen Platz. Auf keinen Fall sollte die Pflanze im Winter wachsen, da die Triebe sehr dünn werden und dann im Frühling sowieso weggeschnitten werden müssen. Meist wird die Kapstachelbeere jedoch nur einjährig kultiviert und daher nicht überwintert.

Anzucht / Vermehrung:

Samen werden zum Teil in Gartenfachgeschäften und Baumärkten angeboten. Säht man die Samen bereits im Februar aus, kann man im Frühsommer schon mit Blüten und somit mit Früchten rechnen. Auch die Früchte werden immer wieder im Supermarkt angeboten. Man schneidet die Früchte auf und pickt die kleinen weißen Samen aus dem Fruchtfleisch heraus. Die Samen werden auf Einheitserde ausgesät, aber nicht mit Erde bedeckt. Stattdessen wird leicht angegossen und eine Folie über das Pflanzgefäß gestülpt. Dies sorgt für gleichmäßige Feuchtigkeit und verhindert das Austrocknen. Man kann als Alternative auch ein kleines Minigewächshaus verwenden. Nach Bildung des 4.Blattes werden die Pflänzchen vereinzelt. Meist erhält man viel mehr Pflanzen, als man eigentlich braucht. Die Pflanzen können nun im Topf gehalten werden. Will man die Pflanze nur einjährig halten, kann sie Ende Mai im Garten ausgesetzt werden.



Kapstachelbeere - Physalis peruviana

Samen aus der Frucht eignen sich hervorragend zur Vermehrung.

Substrat:

Keine besonderen Ansprüche. Humose, lockere Erde ist ausreichend.

Gießen:

Die großen krautigen Blätter verdunsten viel Wasser, das ständig ersetzt werden muss, deshalb ist der Wasserbedarf im Sommer relativ hoch. Das Austrocknen des Wurzelballens verträgt die Kapstachelbeere nicht. Auch im Winter muss eine leichte Ballenfeuchte herrschen.

Kapstachelbeere - Physalis peruviana

Achten Sie darauf nicht zu spät mit der Anzucht zu beginnen, sonst reifen die Früchte, vor dem Winter, nicht mehr aus.

Düngen:

In der Wachstumszeit einmal pro Woche düngen. Ab Ende August wird die Düngung eingestellt.



Fruchtbildung / Ernte:

Bei sonnigem Standort entwickeln sich auch bei uns zuverlässig gute Früchte. Die Früchte sind 1,5 bis 2cm groß. Sie glänzen und sind gelb bis orange. Sie sind von einer zarten Hülle, bei der es sich um den eingetrockneten Kelch handelt, umgeben. Diese Hülle ist, solange sie nicht beschädigt wurde, aufgeblasen wie ein Luftballon. Das orange, süß-säuerliche Fruchtfleisch enthält kleine weiße Kerne, die mitgegessen werden.

Kapstachelbeere - Physalis peruviana

Frucht mit auf gebrochener Hülle.

Fruchtnutzung:

Die Früchte werden frisch verzehrt oder in Obstsalaten, Cocktails, Marmeladen, Soßen und Eiscreme verwendet. Die Früchte sind reich an Vitamin A, Phosphor und Pektin.


Schädlinge:

Trauermücke

weiter Schädlinge


Gefahrenhinweis:

Da die Gattung sehr viele Arten umfasst, wobei einige giftig sind. Achten Sie darauf, nicht die Falsche zu erwischen! Zum Beispiel ist P. alkehengi bei uns als Zierpflanze stark verbreitet und giftig. Wenn Sie Samen im Fachhandel kaufen oder Samen aus Supermarktfrüchten entnehmen, ist diese Gefahr jedoch fast ausgeschlossen.

Gattungsinfo:

Die Gattung umfasst über 100 Arten. Es sind jedoch nur wenige als Nutzpflanzen in Verwendung.
 
Physalis philadelphica
Syn.: P. ixocarpa. Die mexikanische Tomate (Tomatillo) wird vor allem als Gemüse verwendet. Sie war bei den Indianern Südamerikas eine wichtige Nutzpflanze.
Physalis pruinosa
Wird auch als Goldkirsche bezeichnet. Sie findet in Soßen Verwendung.
Physalis alkekengi
Lampionblumen, Blasenkirschen genannt. Als Zierpflanze weit verbreitet. Auch als Heilmittel bekannt. Leicht giftig!



Text: Dominik Wieder

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