Baldur
 

Kaki
Diospyros kaki


 
Familie: 
Ebenaceae
Ebenholzgewächse

weitere Namen:
Sharon (de), japanese persimmon (en), kaki (fr), plaqueminier (fr), raquemine (fr), caqui (pt/es), dióspiro (pt), persimonio (es)

  Pflegefaktor: Mittel
Standort: Sonnig
Bevorzugte Vermehrung: Samen
Fruchtansatz: unter guten Bedingungen möglich
Auspflanzen möglich bis: USDA Zone 7a (-17,7°C)

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Anbaugebiete:

Die Heimat der Kaki liegt in China und Japan. Heute wir sie weltweit in den Subtropen angebaut. Bereits im Bereich des Gardasees in Italien stößt man auf sie.

Wuchs:

Es handelt sich um einen bis zu 15m hohen Baum mit meist kurzem Stamm. Seine Größe ähnelt der eines Apfelbaums. Die Blätter sind dunkelgrün, elliptisch bis oval, wechselständig und glänzend bzw. lederähnlich. Die Blüten erscheinen im Frühjahr, sind gelb-weiß und sitzen in den Blattachsen. Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen sind meist in dreier Gruppen angeordnet, die weiblichen stehen einzeln.

Kaki - Diospyros kaki

Der Kakibaum wirft im Herbst seine dunkelgrünen Blätter ab. Zu diesem Zeitpunkt sind oft noch Früchte am Baum, was sehr dekorativ sein kann.
Kaki - Diospyros kaki

Aus dieser Blüte wird sich bald eine Kakifrucht entwickeln.

Standort:

Sommer Nach den letzten Frösten im Frühling gehört der Kakibaum ins Freie, wo er bis zu den ersten Frösten im Herbst bleibt. Der Standort sollte windgeschützt sein. Der Kakibaum kann Dank seiner Anpassung an trockene Luft auch am hellen Zimmerfenster gezogen werden.
Winter Die Pflanze wirft im Herbst die Blätter ab, daher kann sie an einem mäßig hellen und kühlen Ort (Temp. sollte 5°C nicht übersteigen) überwintert werden.

Mit etwas Glück gelingt es auch bei uns in Deutschland, der Schweiz oder Österreich einen Kakibaum ins Freie auszusetzen. Nachweislich ist er in USDA Zone 6 ausgepflanzt. In den ersten Jahren leichten Frostschutz anbringen. Bilder und Infos zu ausgepflanzten Kakibäumen finden Sie im Tropenland - Forum.

Anzucht / Vermehrung:

Die bei uns angebotenen Früchte sind fast immer samenlos und eignen sich daher nicht für die Anzucht. Es besteht die Möglichkeit, bei der nächsten Asienreise Samen mitzunehmen oder beim nächsten Italien-Urlaub gleich eine ganze Pflanze zu kaufen. Wenn Sie es mit Samen versuchen, stecken Sie diese nicht zu tief in die Erde, da sie sich aus der Erde heben müssen (siehe Bild).



Kaki - Diospyros kaki

Aus Früchten entnommene Samen. (ca. 1cm groß)
Kaki - Diospyros kaki

Die Kerne sollten nicht zu tief eingegraben werden, da sich der gesamte Kern aus der Erde hebt.

Substrat:

Das Erdreich muss nicht übermäßig nährstoffreich sein. Tiefer, leicht saurer, lehmiger Boden der überschüssiges Wasser gut ablaufen lässt, ist richtig für den Kakibaum.

Gießen:

Seien Sie sehr vorsichtig bei der Wasserversorgung des Kakibaum, da er sehr gut trockenheitsresistent ist, aber empfindlich auf Staunässe reagiert. Lassen Sie den Wurzelballen fast austrocknen, bevor Sie dann wieder ausgiebig gießen. Im Winter benötig die Pflanze fast kein Wasser, da sie ja das Laub abgeworfen hat. Seien Sie auch hier vorsichtig mit Ihren Wassergaben, sonst beginnen die Wurzeln zu faulen. Am besten verwenden Sie Regenwasser zum Gießen.

Kaki - Diospyros kaki

Kaki kurz nach Befruchtung, der Blüten.

Düngen:

Wenn der Baum Früchte trägt, wird am besten alle 2 Wochen mit organischem Dünger gedüngt, sonst nur einmal im Monat. Ab Anfang September wird gar nicht mehr gedüngt.



Fruchtbildung / Ernte:

Die Früchte reifen erst im Spätherbst oder Winter. Dann sind die Beerenfrüchte etwa 10cm groß und orange, dunkel orange oder rot. Oft ergibt sich durch Kakibäume ein interessantes Bild, da der Baum bereits seine Blätter abgeworfen hat und nur mehr die leuchtend-orangen Früchte auf den Ästen hängen. Diese enthalten 4 bis 8 Samen und auf der Oberseite der Frucht verbleibt der 4-teilige Kelch der Blüte.

Kaki - Diospyros kaki

Mit etwas Glück kann es gelingen, sogar in unseren Breiten, Kakifrüchte zu ernten.

Fruchtnutzung:

Das Fruchtfleisch ist süß, saftig und sehr wohlschmeckend. Die Früchte werden sowohl frisch verzehrt, als auch zu Marmeladen, Süßspeisen oder Trockenobst verarbeitet. Unreife Früchte haben einen hohen Gerbstoffanteil.

Kaki - Diospyros kaki

Frsich geerntete Kaki - von Kübelpflanze (Österreich)


Schädlinge:

Trauermücke

weiter Schädlinge


Gattungsinfo:

Die Gattung Diospyros umfasst einige Arten, wobei nur D. kaki wegen seiner Früchte von Bedeutung ist. Viele andere Arten haben einer sehr großen Gerbstoffanteil in den Früchten oder liefern nur kleine Früchte.
 
Diospyros virginiana
Früchte manchmal zur Wildäsung genutzt. Ist unempfindlicher gegenüber Kälte als D. kaki.
Diospyros lotus
Ist unempfindlicher gegenüber Kälte als D. kaki.




Kaki 'Tipo' (PVNA)


Die Sorte Tipo (veredelt auf Diospyros Lotus = Lotuspflaume) ist bekannt für ihre schmackhaften und zarten Früchte. Diese Sorte, auch Kaki Loti genannt, wird vor allem wegen ihres hohen Ertrages und des guten Geschmacks in Italien kommerziell angebaut.
  • extrem große Früchte (Ø 260g) mit einem sehr guten Geschmack
  • hoher Ertrag im Vergleich zu anderen Sorten (Tipo ist die Hauptanbausorte in Italien)
  • frühtragend und selbstfruchtbar
  • winterhart bis ca. -19° (USDA-Zone 7b)
  • Pflanze trägt meistens schon im ersten oder zweiten Jahr nach Kauf.

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Kaki 'Rojo Brillante' (PVNA)


Die Sorte Rojo Brillante, deren Früchte häufig unter der Bezeichnung Persimone oder Persimmon in den Obstregalen landen, besticht durch seine knackigen Früchte. Die schmackhaften Früchte machen Rojo Brillante zu einer der Lieblingssorten der Deutschen. Diese Diospyros Kaki Zuchtform wurde nun auf Diospyros lotus veredelt und kann auch in den Klimazonen 7b&8a problemlos ausgepflanzt werden.
  • große Früchte (Ø 180g) mit einem sehr guten Geschmack
  • hoher Ertrag im Vergleich zu anderen Sorten (Rojo Brillante ist die Hauptanbausorte in Spanien)
  • frühtragend und selbstfruchtbar
  • winterhart bis ca. -18° (USDA-Zone 7b)
  • Geeigneter Fremdbestäuber für die Sorte "Tipo"
  • Pflanze trägt meistens schon im ersten oder zweiten Jahr nach Kauf.

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Kaki 'Hana Fuyu'

Diese japanische Züchtung der Diospyros Kaki ist äußerst beliebt in Japan und China. Dort werden die Kakis oft als Dörrobst gegessen. Diese Kaki Sorte ist ertragreich, schmackhaft, jedoch etwas kälteempfindlicher als die Sorten Tipo und Vanille Kaki. Die Hana Fuyu verfärbt ihr Laub Ende Oktober sehr schön.

  • große Früchte (Ø 220g) mit einem sehr guten Geschmack
  • hoher Ertrag im Vergleich zu anderen Sorten (Hana Fuyu ist die Hauptanbausorte in Japan und Florida)
  • frühtragend und selbstfruchtbar
  • winterhart bis ca. -16° (USDA-Zone 8a)
  • Pflanze trägt meistens schon im ersten oder zweiten Jahr nach Kauf.

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Kaki 'Vanille-Kaki' (PVNA)

Dieser Neuzugang in unserem Sortiment stellt eine sehr leckere Alternative zu den üblichen Kakis (span. Caqui) dar. Innerhalb von 2 Jahren nachdem die Früchte in einigen deutschen Obstläden verfügbar waren, stieg die Nachfrage nach den nach Vanille duftenden Früchte rapide an. Das Fruchtfleisch ist sehr süß und saftig mit einem Hauch von Bourbon-Vanille. Meine persönliche Lieblingssorte!

  • absolute Neuheit - einzigartig im Geschmack
  • mittlere-große Früchte (Ø 150g) mit einem sehr guten Geschmack
  • Duft und Geschmack erinnert an Bourbon-Vanille
  • regelmäßiger Ertrag
  • frühtragend und selbstfruchtbar
  • winterhart bis ca. -19° (USDA-Zone 7b)
  • Geeigneter Fremdbestäuber für die Sorte "Tipo"
  • Pflanze trägt meistens schon im ersten oder zweiten Jahr nach Kauf.

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Lotuspflaume (Diospyros lotus) vollständig winterhart bis -26°

Dieser kleinbleibende Baum besticht durch seine tiefgrünen Blätter. Die Verwendung findet dieses Diospyros Gewächs für die Veredelung von den Kulturformen von Diospyros Kaki. Der Baum dient jedoch nicht nur als Unterlage zum Veredeln von Kulturformen, sondern bringt auch ohne Veredelung schmackhafte Früchte in Größe von großen Haselnüssen hervor. Diese Früchte können im November geernet werden. Die süßen Früchte finden auch bei Wild gefallen. Förster in Nordamerika und einigen Gegenden Europas pflanzen größflächig die vollständig winterharte Lotuspflaume in ihren Wäldern aus, zur Versorgung ihres Wildes im Winter.

Die Lotuspflaume kann sowohl als Zierbaum, aber auch als Nutzpflanze ins Freie ausgepflanzt werden. Zudem kann sich jeder in der Veredelung von Kakis versuchen.

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Text: Dominik Wieder

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